Die Infrarotstrahlung
Infrarotstrahlung besteht aus elektromagnetischen Wellen mit einer Wellenlänge zwischen
0,78 μm und 1000 μm (Mikrometer) und ist zum größten Teil nicht sichtbar. Aufgrund ihrer
unterschiedlichen Wellenlängen und der daraus resultierenden Wirkungsweisen unterscheidet
man 3 Arten von Infrarotstrahlen: IR-A = Kurzwelle (0,78-1,4 μm), IR-B = Mittelwelle (1,4-3 μm),
IR-C = Langwelle (3-14 μm). Zum Vergleich: Licht hat eine Wellenlänge von 0,38-0,78 μm.
Infrarotstrahlung ist in der Natur eine wichtige Art der Wärmeübertragung. Die Sonne ist die älteste
und wohl auch bekannteste Strahlungsheizung. Sie produziert durch Kernfusion Energie und
sendet diese als Strahlung mit verschiedenen Wellenlängen aus, unter anderem als Ultraviolettstrahlung (UV), sichtbares Licht oder Infrarotstrahlung.
Die Sonnenstrahlen treffen auf die Erdoberfläche und erwärmen diese tagsüber. Nachts gibt die Erdoberfläche wieder Infrarotstrahlung ab.
Das ist auch der Grund, weshalb wir im Sommer nachts auf der Terrasse sitzen können, obwohl keine Sonne mehr scheint.


Gesundheitsaspekte
Infrarotstrahlung mit einer Wellenlänge zwischen 6 und 14 μm wird auch als biogenetische
Strahlung bezeichnet. Genau wie Sonnenlicht wird diese Wärmewelle vom Körper direkt
aufgenommen und sofort als spürbare Wärme empfunden –Wohlfühlwärme wie von einem
Kachelofen –behaglich und wohltuend.
Infrarotstrahlung die auf die Haut trifft, wird sofort in Wärme umgesetzt. Der Körper reagiert mit
einer Erhöhung der Blutzirkulation, was insgesamt gefäßerweiternd wirkt und das erwärmte Blut optimaler im Körper verteilt.
Menschen mit Erkrankungen der Luftwege (z.B. Asthma) und Rheuma empfinden die durch
Infrarotwellen erzeugte Wärme, als viel angenehmer. Die Raumluft wird nicht aufgewirbelt, die Luft wird nicht ausgetrocknet was zu einer komstanten Raumluft führt.
 

Die Wärmeübertragung
Es gibt drei Arten die Wärme zu transportieren:
1. Wärmeleitung, die hier vernachlässigt werden soll
2. Wärmeströmung (Konvektion)
3. Wärmestrahlung (Infrarot-Wärmewellen)
Konvektion ist im gängigen Sprachgebrauch das Erwärmen von Luft und deren
Transport durch Umwälzung in einem Raum. Dafür ist es notwendig, ein
Temperatur- oder Druckgefälle zu erzeugen, denn nur dann kann Konvektion
funktionieren. Die Folgen: warmer Kopf und kalte Füße, ein belastendes
Raumklima mit trockener Luft und Staubaufwirbelung. Der Temperaturunterschied
zwischen Boden und Decke kann 6 bis 9°C betragen. Hier ist zu bedenken, dass die Luft ein
schlechter Wärmeleiter und ein schlechter Wärmespeicher ist.


Strahlungswärme unterscheidet sich grundsätzlich von der Konvektionswärme,
insbesondere dadurch, dass eben nichts transportiert wird. Strahlung ist an keinen
Träger, wie z.B. Luft gebunden und hängt auch nicht von der Lufttemperatur in
einem Raum ab. Genau wie Sonnenlicht wird Infrarotstrahlung, die auf die Haut
auftrifft, sofort in Wärme umgesetzt. Die Oberflächentemperatur von Boden,
Wänden, Decke und Gegenständen erhöht sich und gibt die gespeicherte Wärme
wieder an den Raum ab. Die Raumtemperatur an Boden und Decke erwärmt sich
daher nahezu gleich. Es findet keine Luftumwälzung (Konvektion) mehr statt. Die
relative Luftfeuchtigkeit wird kaum beeinflusst. Dies führt dazu, dass die Raumtemperatur um ca. 3°C gesenkt werden kann (pro 1°C Temperatursenkung etwa eine Einsparung von 6% Heizenergie), wobei das subjektive Wärmeempfinden jedoch gleich bleibt.
Luft, wie auch andere Gase, verhält sich diatherm (Wärmestrahlen durchlassend).